Alte Kirche 3 mini
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2020 alte Kirche Volpertshausen mini
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Atelierkirche Westseite mini
Gabi Herlitz Malerin mini
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Volker zeichnend im Garten mini
aus Augsburg Elisabeth und Peiniger
Gruppe im Kirchgarten
Volker mit Gitarre
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Verein

Der Verein

Was`n Verein!  Manche können Vereine nicht ab, von wegen Vereinsmeierei und so.
Oft geht es aber nicht ohne. Die alte Kirche in Volpertshausen würde es vermutlich ohne Vereine so nicht mehr geben. Aber der Reihe nach: 

Die Kirchengemeinde Volpertshausen/Weidenhausen hatte nach dem Bau eines zentralen modernen Gebäudes kein Interesse mehr an dem alten Gemäuer. Eine Versetzung in den Hessenpark klappte auch nicht: Geht eher mit Fachwerk, aber nicht so gut mit Bruchsteinmauern. Der Hessenpark hatte ohnehin schon genug Kirchen. Also erst mal eine Feuerwehrübung, die der Kirche den Rest gab. Dann entdeckte man aber alte Fresken an den Innenwänden. Der Denkmalschutz verbot endgültig den Abbruch. Übrig blieb eine Ruine ohne Dachstuhl, jahrelang nur notdürftig abgedeckt. 

Dann kam die Rettung, ein Verein mit Sitz in Marburg. Er hatte sich den Erhalt alter Kirchen zum Ziel gesetzt und erwarb die Ruine. Viel Geld und Herzblut floss in die Restaurierung. Ein neues Dach und eine schmucke Außenfassade waren das Ergebnis, aber auch leere Kassen, der Verein musste aufgeben. Schließlich kaufte ihm die Gemeinde Hüttenberg das Anwesen ab. Zunächst geschah nur wenig: Der Innenraum blieb fast zwei Jahrzehnte lang eine Bruchbude. Aber ohne die Marburger wäre von der Kirche nicht mehr viel übriggeblieben.

Im Jahre 2012 gab es einen neuen Anlauf: Volpertshausen und Weidenhausen kamen in ein Förderprojekt der Europäischen Union und des Landes Hessen zur Dorferneuerung. Kernstück dieses Projekts war eine intensive Bürgerbeteiligung. Einer der favorisierten Wünsche war die innere Renovierung der Kirche. Sie sollte ein Treff für Menschen in Hüttenberg werden, die sich für Kunst und Kultur begeistern können. Konzerte, Vorträge, bildende Kunst mit Ausstellungen und Workshops usw., im weiteren Sinne ein Ort kultureller Teilhabe.

Einigen Beteiligten war klar, dass so etwas auch organisiert werden muss und dass man dazu eine verbindlichere Organisation braucht. Sie erinnerten sich daran, dass es auch in Hüttenberg einen Verein gab, der sich um den Erhalt der Kirche gekümmert hatte. Die Mitglieder wollten damals den Marburger Verein unterstützen, sie organisierten Flohmärkte und gesellige Events, um Geld für die Kirche zu sammeln. Das ging anfangs sehr gut, der Verein brachte immerhin ca. 5.000 € zusammen. Dann aber gab es interne Zwistigkeiten, die letztlich zu einem Zusammenbruch des Vereins führten. Das Geld lag brach. Fast 20 Jahre lang dauerte dieses Koma an. 2016 konnten wir den Verein aber mit neuen Köpfen und Ideen wiederbeleben. 
Wir beteiligten uns an den Beratungen der Gemeinde, organisierten die Aufbewahrung des alten Kirchenmobiliars und versorgten die Gäste an den Tagen des offenen Denkmals mit Speisen und Getränken. Richtige Veranstaltungen waren aber nur umständlich zu organisieren, da es noch kein Funktionsgebäude gab mit Toilette, (Tee-)Küche und Lagerräumen. Dann kam auch noch Corona hinzu und lähmte unsere Aktivitäten empfindlich. 

Corona wird immer noch ein Problem bleiben, aber inzwischen hat die Gemeinde Hüttenberg mit großem finanziellen Engagement ein schmuckes Gebäude bereitgestellt, das wir inzwischen intensiv nutzen. Das alte Vereinsguthaben wurde auch gut investiert: Wir haben damit die Küche eingerichtet.
Jetzt geht es richtig los …

Zur Historie des Bauwerkes siehe https://huettenberg.de/freizeit/kunstkultur/
2022-10-04 Dr. Wolf Gebhard


Stichwort „Kulturelle Teilhabe“:

„Kulturelle Teilhabe trägt zum sozialen Zusammenhalt in Deutschland bei und ist ein wichtiger Motor der Integration in unserer Gesellschaft. Die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur ermöglicht einen Zugang zur Geschichte, zu den Traditionen und kulturellen Werten in Deutschland, Europa und der Welt.

Daher ist eines der wichtigsten kulturpolitischen Anliegen des Bundes, alle Menschen für kulturelle Angebote zu begeistern – Menschen jeden Alters, in ländlichen Räumen oder in Metropolen, mit und ohne Zuwanderungsgeschichte, mit oder ohne Einschränkungen. Insbesondere sollen jene erreicht werden, die bisher nur selten oder auch gar keinen Zugang zu Kultur haben. 

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien setzt sich daher unter anderem dafür ein, dass die vom Bund geförderten Kultureinrichtungen noch intensiver als bisher kulturelle Teilhabemöglichkeiten eröffnen und die Diversität in den Einrichtungen stärken. Das gilt für die Gremien- und Personalbesetzung ebenso wie für die Programmgestaltung, die Ansprache des Publikums oder die Zugänglichkeit der Angebote. 

Darüber hinaus fördert der Bund innovative Ideen und Konzepte für kulturelle Vermittlungsangebote sowie Vor-Ort-Beratung und Leitfäden für die Öffnung von Kulturangeboten und -institutionen.“ Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/bundeskanzleramt/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/kultur/kulturelle-teilhabe

„Kultur spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland zu schaffen. Um das Kulturangebot in ländlichen Regionen nachhaltig zu stärken, hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien 2019 das Förderprogramm „Kultur in ländlichen Räumen“ entwickelt. Das Programm soll die kulturelle Infrastruktur in Kommunen bis 20.000 Einwohner unterstützen und Kultureinrichtungen als öffentliche Räume der Begegnung stärken. 

Im Programm „Kultur in ländlichen Räumen“ wurden bislang unter anderem Soforthilfeprogramme für Kinos, Bibliotheken, Heimatmuseen und Kulturzentren aufgelegt. Ihr Ziel ist es, abseits urbaner Zentren den Erhalt und die Modernisierung von „Dritten Orten“ zu fördern.“ Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/bundeskanzleramt/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/kultur/kultur-in-laendlichen-raeumen-1872574

Links:

https://www.kubi-online.de/artikel/gelingensbedingungen-kultureller-teilhabe

https://wissenschaft.hessen.de/Foerderung-finden/Kulturfoerderung/Kulturkoffer

Kulturelle Teilhabe – kurz erklärt


Ansprechpartner im Verein
1.Vorsitzender: Winfried Schmidt
2.Vorsitzender: Martin Rüttinger
Schriftführer: Dr. Wolfgang Gebhard
Schatzmeister: Dr. Michael Brandtner
Kunst- und Kultur: Gabriele Herlitz
Homepage: Stefan Schmidt